Transformation von Funktionsgraphen
Wähl einen Graphen und streck, spiegel und verschieb ihn mit y = a f(b(x − h)) + k. Die blasse Kurve ist das Original, die kräftige das Bild, und der goldene Punkt zeigt genau, wohin ein Punkt wandert.
Messwerte
Was passiert hier
Änderungen außerhalb der Klammer wirken auf y und tun, wonach sie aussehen: y = a f(x) streckt den Graphen in y-Richtung mit Faktor a (ein negatives a spiegelt ihn zusätzlich an der x-Achse), und y = f(x) + k verschiebt ihn um k nach oben. Änderungen in der Klammer wirken auf x und tun das Gegenteil von dem, wonach sie aussehen: y = f(bx) streckt in x-Richtung mit Faktor 1/b, f(2x) staucht den Graphen also auf die halbe Breite, und f(x − h) verschiebt um h nach rechts, f(x + 2) also um 2 nach links. Zusammen geht jeder Punkt (x | y) von y = f(x) nach (x/b + h | ay + k). In der Klammer zählt die Reihenfolge: f(2x − 6) ist f(2(x − 3)), also erst Stauchung mit Faktor 1/2 und dann Verschiebung um 3 nach rechts, nicht um 6. Asymptoten wandern mit: 1/(x − 3) + 1 hat die Asymptoten x = 3 und y = 1.
Mittelstufe: Verschieben und Strecken der Normalparabel. Oberstufe Mathematik: Transformation von Funktionsgraphen, Streckung, Stauchung, Spiegelung, Asymptoten.
Rechne die Zahlen mit Grafikrechner nach.
Challenge
Erst schätzen: Der Punkt (2 | 4) liegt auf y = x². Wohin wandert er auf y = 2(x + 1)² − 3? Berechne die neue x-Koordinate, gib sie ein, drück Prüfen und stell dann a = 2, h = −1 und k = −3 mit dem Punkt bei x = 2 ein.
Hier ist a = 2, b = 1, h = −1 und k = −3, also wandert (2 | 4) nach (2 − 1 | 2 × 4 − 3) = (1 | 5). Der Graph wird in y-Richtung mit Faktor 2 gestreckt und dann um 1 nach links und 3 nach unten verschoben.
Häufige Fragen
- Warum verschiebt f(x + 2) den Graphen nach links?
- Weil der neue Graph jeden Wert 2 Einheiten früher erreicht: Was f bei x = 0 tat, passiert jetzt bei x = −2. y = f(x + a) ist also eine Verschiebung um a nach links.
- Was ist der Unterschied zwischen 2f(x) und f(2x)?
- 2f(x) verdoppelt jeden y-Wert: Streckung in y-Richtung mit Faktor 2. f(2x) erreicht jeden Wert schon beim halben x: Stauchung in x-Richtung mit Faktor 1/2.
- Was machen −f(x) und f(−x)?
- −f(x) ist eine Spiegelung an der x-Achse (jedes y wechselt das Vorzeichen). f(−x) ist eine Spiegelung an der y-Achse (jedes x wechselt das Vorzeichen).
- Wie beschreibe ich y = f(2x − 6)?
- Erst in der Klammer ausklammern: f(2x − 6) = f(2(x − 3)). Das ist eine Stauchung in x-Richtung mit Faktor 1/2 und danach eine Verschiebung um 3 nach rechts. Zuerst um 6 zu verschieben ergäbe einen anderen Graphen.